Lohnsteuerberatungsring
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Beitragsordnung

ab 01.01.2018

Lohnsteuerberatungsring Südniedersachsen e. V.

Lohnsteuerhilfeverein

1.   Aufnahme von Mitgliedern, Abrechnung mit dem Verein, Höhe der Beiträge und Aufnahmegebühren

1.1. Für die Aufnahme von Mitgliedern sind die Vordrucke  "Beitrittserklärung" zu verwenden. Die Mitglieder müssen die zuvor ausgefüllte Beitrittserklärung  ei­genhändig unterschreiben, erst danach dürfen sie formell beraten werden. Dies schreibt das Gesetz ausdrücklich vor. Das bei­tre­tende Mitglied ist auf die Rechtsnatur der Mitgliedschaft hinzuweisen und darauf, dass es auch dann zur Beitragszahlung herangezogen wird, wenn es bei ungekündigter Mitgliedschaft die Leistungen des Vereins nicht mehr in Anspruch nimmt.

2.   Berechnung der Beiträge / Aufnahmegebühr

2.1. Die Mitgliederbeiträge sind Jahresbeiträge und, neben der einmaligen Aufnahmegebühr, erstmals bei der Aufnahme als Mitglied, hiernach zum Jahresbeginn fällig, unabhängig davon, ob die Leistungen des Vereins in Anspruch genommen worden sind oder nicht. Kündigungen der Mitglieder bei Beratungsstellen haben insoweit keine Wirkung, wenn sie nicht dem Verein zugehen. Neben den Aufnahmegebühren und Beiträgen dürfen keine weiteren Gebühren - außer Auslagenersatz in Ausnahmefällen ( z.B. zwingende Inanspruchnahme  fremder Hilfe im finanzgerichtlichen Verfahren) - von  den Mitgliedern erhoben werden.

2.2. Die Höhe des jährlichen Mitgliederbeitrages richtet  sich nach der Beitrags-Bemessungsgrundlage, die sich zusammensetzt aus

a) dem auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Jahres-Bruttoarbeitslohn (bei mehreren Lohnsteuerkarten werden die eingetragenen Beiträge aller Lohnsteuerkarten zusammengerechnet),

b) dem jährlichen Gesamtbetrag bezogener Renten, Versorgungsleistungen der steuerfrei gezahlter Vergütungen (Reisekostenzuschüsse, Erfinder­vergütungen, Abfindungen), erhaltene Kapitalerträge
c) Ehepaare sind gemeinsam zu betrachten.

2.3. Die Höhe der Mitgliederbeiträge ist wie folgt  gestaffelt:

(BMG) Bemessungs-Grundlage

 Grundbeitrag:                                                                                   €   30,-

bis   27.000 BMG (einschl. Grundb.)                                               € 112,-

bis   33.000 BMG        "                                                                     € 130,-

bis   39.000 BMG        "                                                                     € 140,-

bis   45.000 BMG        "                                                                     € 155,-

bis   55.000 BMG        "                                                                     € 170,-

bis   65.000 BMG        "                                                                     € 195,-

bis   75.000 BMG        "                                                                     € 220,-

bis   85.000 BMG        "                                                                     € 250,-

bis   90.000 BMG        "                                                                     € 270,-

bis 100.000 BMG        "                                                                     € 300,-

über  100.000 BMG    "                                                                     € 330,-

Der Mindestbeitrag beträgt € 112,-- Die Beiträge enthalten die gesetzl. Umsatzsteuer.

Bei Ehegatten oder Familienmitgliedschaften kann für das zweite und jedes weitere Mitglied auf den Grundbeitrag verzichtet werden und die Bemessungsgrundlagen für das zweite und jedes weitere Mitglied halbiert werden. Über Beitragsermäßigungen (Schüler/ Studenten / soziale Härten) kann der Beratungsstellenleiter nach sozialen Gesichtspunkten entscheiden.

2.4. Die Aufnahmegebühr beträgt € 10.- .

Über die tatsächliche Erhebung der Aufnahmegebühr entscheidet der Beratungsstellenleiter. Er kann diese  ganz oder teilweise erlassen.

2.5. Die Beiträge werden von der Geschäftsstelle oder den Beratungsstellen vereinnahmt.

Die Beratungsstellen führen die Beträge nach Abzug ihres Anteiles lt. Beratungsstellenvertrages an den Verein ab.

Die Einkommensteuerveranlagung

 

Arbeitnehmer, Angestellte, Beamte, Rentner und Pensionäre können die Veranlagung zur Einkommensteuer beantragen. In bestimmten Fällen sind sie jedoch auch zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Zurzeit geben in Deutschland ca. 42 Millionen Personen zwischen 18 und 65 Jahren eine Einkommensteuererklärung ab. Dies entspricht einem Anteil von 51% an der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. Darin sind mit etwa 30% diejenigen Steuerpflichtigen enthalten, die die Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch nehmen. Von den verbleibenden 70% der Steuerpflichtigen sind bereits 8% in Vereinen organisiert, während der Rest von 26 Millionen Steuerpflichtigen seine Einkommensteuererklärung überwiegend selbst oder aber mit Hilfe anderer erstellt. Ohne eine Rechts- und Steuerberatung oder ohne Hilfe eines Lohnsteuerhilfevereins werden durch Rechtsunsicherheit vieler Mitbürger, jährlich Milliarden Euro nicht von den Finanzämtern zurückgefordert.

 

   
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